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Des Weiteren braucht das Smartphone eine besondere App. Das von Continental entwickelte Kontrollsystem soll ab 2013 in Serie gehen. Fahrzeuge sollen dann bereits mit den technischen Voraussetzungen vom Band laufen. Neben der Komponente Sicherheit, ermöglicht das Warnsystem natürlich auch spritsparendes Fahren, denn der richtige Reifenluftdruck wirkt sich unmittelbar auf den Rollwiderstand aus. (Quelle: continental-reifen.de)
Doch gerade nach einer längeren Autofahrt ist es wichtig die Autoreifen zu checken. Ebenso wie vor dem Beginn der Reise, sollte man die Reifen auf Fremdkörper untersuchen. Spitze Gegenstände wie Nägel können sich in den Reifen bohren und so zu einem Platten führen. Ist man etwas schneller unterwegs kann der Wagen unkontrollierbar werden. Das Risiko für einen Unfall steigt so erheblich an.
Damit die Reifen wirklich eingehend überprüft werden, ist die Fahrt zur Kfz-Werkstatt des Vertrauens durchaus sinnvoll. Auf der Hebebühne werden eventuelle Schäden an den Reifen leichter sichtbar. Auch den Luftdruck sollte man bei der Gelegenheit gleich an das verminderte Gewicht anpassen. Schließlich fehlen nun ein paar Kilogramm, da man nach dem Urlaub wieder ohne Gepäck unterwegs ist.
Rein vom Grundgedanken ist die Logik ja folgende: Ist es draußen heiß, wärmt sich der Asphalt auf und die Reifen heizen sich ebenfall schneller und stärker auf. Heiße Autoreifen bedeuten wiederum, dass die Reifen weicher werden. Sind die Reifen weicher, ist prinzipiell auch der Abrieb größer. Eigentlich führen weiche Reifen dazu, dass man mehr Grip auf der Straße hat.
Bei kalten Autoreifen hat man weniger Grip, weil die Betriebstemperatur noch nicht erreicht wurde. Je härter der Reifen, desto weniger Verschleiß hat man.
Wird die Betriebstemperatur überschritten, sprich sind die Reifen zu sehr aufgeheizt, kann es passieren, dass das Gummi nicht steif genug bleibt. Die Folge: Die Reifen habe nicht genug Grip, um haften zu können. Dadurch kann das Gummi sich ablösen und somit ist natürlich auch der Verschleiß höher.
Gerade jetzt im Sommer ist es daher enorm wichtig, dass man mit dem richtigen Luftdruck unterwegs ist, denn je weniger Druck, desto mehr Aufstandsfläche haben die Reifen. Ist das der Fall, so ist auch der Abrieb erhöht.
Also, alle nochmal den Luftdruck checken, bevor ihr in der Hitze mit dem Auto unterwegs seit.
High-Performance-Reifen oder Hochleistungsreifen verfügen über bestimmte Eigenschaften, um auch unter extremen Belastungen Sicherheit bieten zu können. Viele Reifen werden jedoch nicht als Hochgeschwindigkeitsreifen bezeichnet, obwohl sie in der Lage sind hohe Geschwindigkeiten auszuhalten.
Der Grund dafür ist, dass es keine Norm für High-Perfomance-Reifen gibt. Der Begriff Hochleistungsreifen wurde von den Marketingabteilungen der Reifenproduzenten entwickelt.
Für diese Reifenart gibt es zwei Bezeichnungen HP für High-Performance und UHP für Ultra-High-Performance. Bei Hochleistungsreifen ist die gesamte Fahrstabilität erhöht. Handelt es sich um Hochleistungs-Breitreifen, so kann man größere Bremsanlagen einbauen. Zudem verfügen diese Reifen über eine gute und sichere Performance bei Aquaplaning. Bei hohen Geschwindigkeiten laufen sie wesentlich leiser als normale Reifen.
Doch auch bei High-Performance-Reifen spielt die richtige Menge Luftdruck eine wichtige Rolle. Dabei sind die Werte von der Gewichtsbelastung und der Höchstgeschwindigkeit abhängig und könne von den Parametern der Serien-Reifen unterschiedlich sein. (Quelle: auto.de)
Reifendruckkontrollsysteme dienen der Überwachung des Reifendrucks, um Unfälle, die durch fehlerhafte Pneus entstehen zu vermeiden. Dabei wird zwischen indirekten und direkten Systemen unterschieden. Direkt messende Kontrollsysteme messen den Reifendruck und die Temperatur unmittelbar am oder im Reifen. Per Funk werden die Messergebnisse an einen im Fahrzeuginneren befindlichen Empfänger übertragen und dem Fahrer auf einem Display angezeigt. In einem vom ADAC durchgeführten Test haben diese direkten Systeme am besten abgeschnitten. So erkennen direkt messende RDKS einen Druckverlust schnell und liefern genaue Informationen auch bei langfristigen „Diffusionsverlusten“. Allerdings muss man für solche Geräte auch etwas tiefer in die T asche greifen. Ohne Montagekosten liegen direkte RDKS bei rund 200 bis 300 Euro. (Quelle: ADAC)
Indirekte Kontrollsysteme hingegen beziehen ihre Daten aus der Drehzahl der Räder und messen also nicht direkt den Reifendruck. Diese Systeme gehören bei verschiedenen Fahrzeugmodellen zur Serienausstattung oder können gegen Aufpreis optional geordert werden.
Im ADAC-Test schnitten diese RDKS insgesamt etwas schlechter ab. Allerdings bieten sie einen Mehrwert gegenüber Fahrzeugen ohne RDKS (Quelle: ADAC).
Die Unfallstatistik belegt deutlich, dass viele Unfälle auf mangelhaft gewartete Reifen zurückzuführen sind. Für die Verkehrssicherheit spielt der Zustand der Reifen also eine essentielle Rolle. Trotzdem gaben über 35 Prozent der befragten Autofahrer an nichts über den Zustand und die Profiltiefe der Reifen an ihrem Wagen. Rund zwei Prozent der Teilnehmer des “Trend-Tacho” wussten von weniger als zwei Millimeter Profil, neun Prozent gaben zwischen zwei und vier Millimeter Profil an. KÜS Bundesgeschäftsführer Peter Schuler fand deutliche Worte für das Ergebnis. “Diese Zahlen zeigen deutlich, dass alle Kampagnen zur Aufklärung über die Reifensicherheit, die auch von der KÜS unterstützt werden, absolut ihre Berechtigung haben”, so Schuler.
Eindeutig ist der Ausgang der Befragung auch in Sachen Online-Reifenkauf. Nur vier Prozent gaben an ihre Reifen im Internet zu kaufen. 41 Prozent gehen dagegen direkt zum Händler ihres Vertrauens – meist zum Autohaus ihrer Marke. Für rund 18 Prozent der Befragten ist der Reifenkauf in einer freien Werkstatt die richtige Wahl.
Alarmierend ist insbesondere die Tatsache, dass 40 Prozent der Teilnehmer nicht auf Kaufempfehlungen von Verbraucherschutzorganisationen oder anderer Testinstitute achten. So haben solche Informationen, die billige Reifen oft als mangelhaft einstufen, oft keinerlei Einfluss auf die Kaufentscheidung der Autofahrer. 37 Prozent würden sich bei einem bevorstehenden Kauf für Premium-Qualitätsreifen entscheiden. Mit Billigreifen unterwegs zu sein, können sich ebenfalls ganze 37 Prozent vorstellen , drei Prozent der Befragten fahren bereits mit solchen Reifen. (Quelle: auto-reporter.net/KÜS)
Es scheint, als ob die Mehrheit der Autofahrer wirklich keinen allzu großen Wert auf das Thema Reifensicherheit legt. Dabei sollte ihnen klar sein, dass auch bei der Hauptuntersuchung die Reifen kritisch unter die Lupe genommen werden. Um Unfälle zu vermeiden, müssen die Reifenparameter Beschädigung, Profiltiefe und Luftdruck regelmäßig kontrolliert werden. Es ist schon bedenkenswert, dass jeder dritte Autofahrer nichts über den Zustand seiner Reifen weiß…
Durchgeführt wurde die Umfrage übrigens vom renommierten Institut BBE Retail Experts Köln. Den kompletten Trend-Tacho findet man unter www.trend-tacho.de.
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