Mit gutem Grip in die vorderen Ränge, Foto: Frank Wintermeyer / pixelio.de
Der Fachbegriff für dieses sprichwörtliche Kleben der Reifen auf der Straße lautet Adhäsion. Zwischen zwei unterschiedlichen Stoffmischungen – Gummi und Asphalt entsteht dann eine Oberflächenhaftung.
Je weicher die Gummimischung eines Reifens, desto besser der Grip, da hier die Adhäsion leichter funktioniert. Auch der Reifenluftdruck wirkt sich auf das Haftungsverhalten aus. Ist der Druck auf einem niedrigen Level (natürlich nicht so niedrig, dass der Reifen beschädigt wird), so erwärmt sich der Reifen schneller und man hat mehr Grip. Die Nachteile sind allerdings eine geringere Laufleistung und höherer Spritverbrauch.
Im Prinzip sind zwei Mechanismen für das Haftungsverhalten zuständig – der Verzahnungseffekt und das so genannte molekulare Anhaften. Bei der Verzahnung handelt es sich, wie der Name bereits verrät, um ein Eindringen von Bodenunebenheiten in den Reifen. Dadurch wird eine nicht unerhebliche Haftkraft erreicht.
Die molekulare Haftung kommt durch Molekülketten zustande, die zwischen Gummi und Fahrbahn entstehen. Hier heißt das Zauberwort Adhäsion. Diese Verbindungen im Molekularbereich sind zwar nicht so stark, dafür aber zahlreich.
Quelle: michelin.de
Geländereifen werden natürlich vor allem bei Geländewagen, wie Jeep oder Landrover, aufgezogen, um die volle Offroad-Power genießen zu können. Im Unterschied zu normalen Reifen, weisen sie ein viel gröberes Profil auf, um auf schwerem Terrain überhaupt laufen zu können. Geländereifen sind erheblich lauter und haben einen höheren Verschleiss, wenn sie auf der Straße laufen. Wer jetzt denkt, dass Geländereifen aufgrund ihres groben Profils im Winter bei Schnee oder Eis richtig guten Grip liefern, liegt allerdings falsch. Laut Autobild-Test liefern Geländereifen auf schneebedeckter und nasser Fahrbahn eine weitaus schlechtere Brems- und Haftleistung als Winterreifen (Quelle: Link).
Bei Geländereifen unterscheidet man drei verschiedene Typen. Für welchen Reifen man sich dabei entscheidet, richtet sich nach dem Fahranteil von Straßenbelag zu Gelände. So bietet die ST-Variante (Street-Terrain), wie der Name schon verrät einen höheren Straßenanteil und weniger Geländetauglichkeit. Einen guten Mittelweg bieten AT-Reifen (All-Terrain) mit einem ausgeglichenen Straßen-/Geländeanteil. Wer viel in extremen Einsatzbereichen unterwegs ist und sich durch Matsch oder Steinwüsten kämpft, braucht MT-Reifen (Mud-Terrain). MT-Reifen haben sogar im Winter einen Vorteil: im Tiefschnee. Hier kann sich das grobe Profil aus dem Schnee ohne Probleme rausschaufeln (Quelle: s.o.).