Als ersten Schritt sollte man die Autoreifen auf einen höheren Druck bringen. Für die Einlagerung sollte der Druck etwa 0,5 bar über dem Normalwert liegen. Um mit dem Reifenwechseln zu beginnen, sollte das Fahrzeug auf einem festen und ebenen Untergrund abgestellt und die Handbremse angezogen werden. So kann das Auto nicht weg rollen und beim Anziehen und Lösen der Schrauben ergibt sich ein ausreichender Widerstand.
Bevor der Wagen angehoben wird, müssen die Schrauben des ersten Reifens mit Hilfe des Radkreuzes angelöst werden. Das Rohr kann verwendet werden, um die fest sitzenden Schrauben durch die verbesserte Hebelwirkung leichter zu lösen. Der Wagenheber wird nun an der Markierung angesetzt. Sollte das Fahrzeug keine Markierung verfügen wird der Wagenheber möglichst nah am Radkasten und nicht in der Mitte des Wagens angesetzt. Ist das Auto in eine ausreichende Höhe gebracht, werden die Schrauben komplett gelöst und der Reifen abgenommen. Die Schrauben sollten nicht verloren gehen und daher in einem Gefäß gesammelt werden. Der Reifen wird nun so beschriftet, dass die aktuelle Position zu erkennen ist, zum Beispiel VL für vorne links.
Reifenwechsel, Michaela Schöllhorn / pixelio.de
Die Reifen sollten bei jedem Wechsel pro Achse getauscht werden, um ein gleichmäßiges Abfahren zu erreichen. Der neue Reifen wird nun in Abrollrichtung angebracht. Diese ist meist mit Hilfe eines Pfeils gekennzeichnet. Beim Befestigen sollten immer gegenüberliegende Schrauben angezogen werden. Dies wird nun bei den restlichen Reifen wiederholt. Steht das Fahrzeug wieder mit allen vier Reifen fest auf dem Boden werden die Schrauben nochmals fest angezogen. Nach dem Reifenwechsel sollte die nächste Tankstelle angesteuert werden, um den Reifendruck zu prüfen und falls nötig zu korrigieren. Nach etwa 50 gefahrenen Kilometern sollten die Schrauben nochmals nachgezogen werden.