In erster Linie stellt der ADAC klar, dass es keine pauschale Pflicht für Winterreifen gibt, sondern eben “nur” bei den im Gesetzestext vorherrschenden Wetterbedingungen. Auch mit Ganzjahresreifen ist man auf der sicheren Seite. Weisen die Reifen das M+S oder Schneeflocken-Symbol auf, wird der Pflicht genüge getan.
Wer bei Eis und Schnee auf das Auto verzichten kann, der muss sein Auto nicht mit Winterreifen ausrüsten. Auch das Parken auf schneebedeckter Fahrbahn, ist mit Sommerreifen erlaubt – das Fahren natürlich nicht.
Hier gehts zum Merkblatt des ADAC.
Die Testkandidaten wurden eingehend auf Schnee, Eis, trockener und nasser Fahrbahn getestet. Auf Schnee ging es darum bei Passfahrten eine gute Figur abzugeben. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf Seitenführung und dem Bremsverhalten aus 30 km/h. Außerdem wurde die Zugkraft ermittelt und ein Bremsvergleich zwischen Sommer- und Winterreifen gemacht.
In einer Eisporthalle waren die Testpunkte ebenfalls Seitenführung in einer Kreisbahn sowie Bremsen aus 25 km/h. Auf trockener Fahrbahn ging es um die Fahrstabilität bei Spurwechseln, das Einlenkverhalten und das Kurvenverhalten bei Tempo 150. Auch der Kraftstoffverbrauch war ein Kriterium. Auf nasser Fahrbahn wurden Aquaplaning quer bei 60 km/h, Aquaplaning in Längsrichtung bis das Fahrzeug aufschwimmt und das Bremsverhalten von 80 runter auf 20 km/h getestet.
Der ADAC gibt im Video abschließend den Tipp, dass man möglichst frühzeitig neue Winterreifen kaufen sollte, da gegen Mitt November bereits alle guten Reifen, sprich Winterreifen die im Test mit empfehlenswert oder gut abgeschnitten haben, schon ausverkauft sind.
Hier das wirklich interessante ADAC Winterreifentest Video:
www.youtube.com/watch?v=1Rjml25CHyU
In der Kategorie Winterreifen der Dimension 185/65 R15 88T gingen 15 Reifen in den Test – nur drei gingen mit dem Prädikat “gut” wieder raus. Der Dunlop SP Winter Sport konnte auf nasser Fahrbahn auftrumpfen und erhielt die Gesamtnote 2,4. Auf Schnee machte der Goodyear UltraGrip 7+ hingegen die beste Figur im Testfeld (Gesamtnote: 2,5). Ebenfalls mit der Endnote 2,5 und gutem Handling und Grip auf schneebedeckter Fahrbahn verabschiedete sich der ESA-Tecar Super Grip 7 aus der Prüfung.
Mit den richtigen Winterreifen passiert das nicht, Foto: Joujou / pixelio.de
Auch in der Dimension 225/45 R17 91H konnten sich nur drei Winterreifen das Urteil “gut” sichern. Dazu gehören der Michelin Alpin A4 – gleichzeitig der Pneu, der mit der Gesamtnote 2,3 das beste Testergebnis ablieferte, der Continental ContiWinterContact TS 830 und auch hier gehört ein Dunlop zu den Gewinnern – nämlich der SP Winter Sport 3D.
Dreimal mussten die Tester das Gesamturteil “mangelhaft” verteilen. Auffallend ist, dass alle drei Winterreifen aus China kommen. Sowohl der Star Performer Winter, der Interstate Winter IWT-2 als auch der Westlake SW601 Snowmaster schnitten teilweise katastrophal ab. Vom Kauf dieser Reifen ist also definitiv abzuraten.
Um ein aussagekräftiges und repräsentatives Ergebnis zu erhalten, wurden gut 4000 Mitglieder des Automobilclubs befragt. Für Continental ist das Ergebnis äußerst erfreulich ausgefallen. So sagen mehr als 40 Prozent, dass sie sich Continental als Reifenmarke prinzipiell vorstellen können. Jeder vierte Befragte möchte sich in Zukunft Reifen des Herstellers zulegen.
In Sachen Image belegt Continental den begehrten ersten Rang. Für die Mehrzahl der ADAC-Mitglieder ist der Reifenproduzent aus Hannover führend in den wichtigen Sparten Sommer- und Winterreifen.
Continental erntet seit Jahren stets gute Ergebnisse bei den ADAC-Reifentests. Dies ist definitiv einer der Gründe, warum sich so viele Mitglieder für Reifen dieser Marke entscheiden und eine gute Meinung über die Qualität von Conti-Reifen haben. Die Testergebnisse liefern immer eine Entscheidungshilfe für den nächsten Autoreifenkauf. Auch die persönlichen Erfahrungen der Autofahrer spielen natürlich eine Rolle für die sehr guten Umfrage-Ergebnisse. (Quelle: Continetal)
Ich kann mich der überwiegend positven Meinung der ADAC-Mitglieder eigentlich nur anschließen. Finde das Preis- Leistungsverhältnis von Continental-Reifen ist eines der Besten bei den großen Reifenherstellern.
Reifendruckkontrollsysteme dienen der Überwachung des Reifendrucks, um Unfälle, die durch fehlerhafte Pneus entstehen zu vermeiden. Dabei wird zwischen indirekten und direkten Systemen unterschieden. Direkt messende Kontrollsysteme messen den Reifendruck und die Temperatur unmittelbar am oder im Reifen. Per Funk werden die Messergebnisse an einen im Fahrzeuginneren befindlichen Empfänger übertragen und dem Fahrer auf einem Display angezeigt. In einem vom ADAC durchgeführten Test haben diese direkten Systeme am besten abgeschnitten. So erkennen direkt messende RDKS einen Druckverlust schnell und liefern genaue Informationen auch bei langfristigen „Diffusionsverlusten“. Allerdings muss man für solche Geräte auch etwas tiefer in die T asche greifen. Ohne Montagekosten liegen direkte RDKS bei rund 200 bis 300 Euro. (Quelle: ADAC)
Indirekte Kontrollsysteme hingegen beziehen ihre Daten aus der Drehzahl der Räder und messen also nicht direkt den Reifendruck. Diese Systeme gehören bei verschiedenen Fahrzeugmodellen zur Serienausstattung oder können gegen Aufpreis optional geordert werden.
Im ADAC-Test schnitten diese RDKS insgesamt etwas schlechter ab. Allerdings bieten sie einen Mehrwert gegenüber Fahrzeugen ohne RDKS (Quelle: ADAC).
Um den Start in die warme Jahreszeit auch auf der Straße genießen zu können, ist der Wechsel von Winter- auf Sommerreifen unerlässlich. Wer jetzt noch mit Winterreifen unterwegs ist, nimmt ein höheres Unfallrisiko auf sich. Wintereifen führen zu einer Verlängerung des Bremsweges – laut ADAC bedeutet dies in Zahlen, dass je nach Temperatur, bei Tempo 100 ein zusätzlicher Anhalteweg von 16 Metern nötig ist. Gleiches gilt für das Bremsverhalten bei Aquaplaning – was gerade im Sommer ein Thema ist. Auch die Fahrstabilität leidet, beispielsweise wenn der Wagen durch Urlaubsgepäck schwerer wird. Bemerkbar wird das insbesondere, wenn das Auto mit einer kurzen Lenkbewegung auf eine Abfahrt geführt werden soll. Diese enormen Sicherheitsdefizite machen deutlich, dass Winterreifen im Sommer völlig ungeeignet sind. Ein weiterer Nachteil, der sich allerdings auf den Geldbeutel und die Umwelt auswirkt, ist der erhöhte Spritverbrauch von Winterreifen. Das liegt an dem speziellen, härteren Winter-Gummigemisch, dass zu einem erhöhten Rollwiderstand führt. Zudem werden die Winterreifen stärker abgerieben – der Verschleiß steigt also. Im Sommer verlieren Winterreifen pro km mehr Profiliefe als im Winter.
All das sind meiner Meinung nach gute Argumente, die auch den letzten “Sommerreifen-Muffel” davon überzeugen sollten, endlich umzusteigen. Für mehr Sicherheit und Umweltbewusstsein auf Deutschlands Straßen.
Getestet wurden auch die Reifeneigenschaften auf nasser Fahrbahn, Foto: ADAC
Dass Pirelli dieses Jahr mal wieder ganz vorn mitspielt, zeigte bereits der Test in der Reifengröße 185/65 R 15 -> Link. Auch für den neuen Pirelli Cinturato P7 ging es im Test ganz nach oben. Ebenfalls als besonders empfehlenswert konnten sich der überarbeitete Dunlop SP Sport MAxxTT, der Continental ContiSportContact 3, der Bridgestone Potenza RE050 A sowie der Michelin Pilot Sport PS3 beweisen. Von den insgesamt 17 getesteten Produkten erhielt der Goodyear Eagle F1 Asymetric die Bestnote im Test auf nasser Fahrbahn. Aufgrund seines hohen Spritverbrauch reichte es allerdings nicht für die Spitzengruppe. Als „nicht empfehlenswert“ wurden leider gleich fünf Sommerreifen von ADAC eingestuft, wobei fünf aus Asien kommen. Nankang Noble Sport, Sava Intensa, Goodride Neza, Wanli S und Sunny Sn konnten im Test absolut nicht überzeugen. Ich bin sowieso immer vorsichtig bei Produkten aus Fernost, besonders wenn es um so wichtige Teile wie Reifen geht. Und das nicht erst seit dem Toyota-Problem-Pedal. Das hat meiner Meinung nach nichts mit Vorurteilen zu tun, denn Tests haben immer wieder bewiesen, dass die Qualitätssicherung eben noch nicht so ausgereift ist. Da geht die Sicherheit eindeutig vor!
Den ganzen ADAC-Test findet ihr hier.
Getestet wurden die Sommerreifen in den Bereichen Fahrverhalten auf trockener und nasser Straße, Geräusch, Kraftstoffverbrauch sowie Verschleiss. Mit dem Prädikat “besonders empfehlenswert” zeichnete der ADAC dieses Jahr die Modelle Pirelli Cinturato P6, Nokian H, Conti Premium Contact 2 , Dunlop SP Sport Fastresponse und Uniroyal Rain Expert aus. Alle fünf hinterließen bei der Testredaktion einen überwiegend positiven Eindruck. Renommierte Hersteller wie Michelin, Bridgestone undFulda mussten sich aufgrund der schlechten Ergebnisse auf nasser Fahrbahn mit einem “empfehlenswert” zufrieden geben. Verlierer im Test sind zwei Asiaten, sowohl der Interstate Touring als auch der Goodride SPO6 erhielten das Urteil “nicht empfehlenswert”. Hier zeigt sich einmal mehr, dass die billigsten Reifen in der Regel qualitative Mängel aufweisen. Beide Testverlierer liegen mit 40 bis 52 Euro in der untersten Preiskategorie.
Hier gibt es die ausführliche Tabelle mit allen Ergebnissen.